Unsere Idee

MACH MEHR AUS DEINEM TYP MIT: RAMPENLICHT!



Die Shakespeare Kids sind integrativer Teil und erlebbares Stück Zukunft der Theatertruppe Shakespeare Company Berlin e.V. 1999 gegründet, kann ihr durch Spielfreude gepowertes intelligentes Volkstheater in eigener Übersetzung mit viel Phantasie und Musik vor allem Jugendliche, Schulklassen und Menschen für sich gewinnen, die "schon ewig nicht mehr im Theater waren".



Seit 2003 knüpfen die Profischauspieler, die meisten selbst Eltern, an eine alte Tradition fahrender Gaukler an, begabte und passionierte Kinder unter ihre Fittiche zu nehmen. Die Kinder werden so von der Theaterfamilie "adoptiert", sie lernen von, spielen mit den Großen und begreifen sich ganz selbstverständlich von Kindsbeinen an als darstellende Künstler im Werden. Die Aufbauphase hat bes-tätigt: Mit Kindern echte Shakespeare-Klassiker professionell, mit einfachen Mitteln, aber hohen ästhetischen Ansprüchen (Kostüme auf den Leib geschneidert) auf die "Bretter der Welt" zu bringen, begeistert groß und klein, alt und jung, Laien und Profis, Bezirksförderungen, Stiftungen der GASAG und PWC; auf Festivals wie 100 Grad Berlin oder in Schwerin zum Tag der Deutschen Einheit.


2005 ICH BIN PUCK
2006 MACBETH
2007 DER KAUFMANN VON VENEDIG
2008 KÖNIG LEAR – Gewalt Spielen

2008 hat sich die Kerngruppe erweitert um die Jugendgruppe „Shakespeare’s Eleven“ und Kooperationspartner Evangelische Schule Mitte e.V. Für 2009 ist der Dokufilm „Will.I.am“ geplant.
WARUM SHAKESPEARE?

Shakespeares Stücke haben etwas Ewiges. Wie in Grimms Märchen werden archetypische Helden in Konflikte gestürzt; ihr Charakter und ihre Motive werden von ‚höherer Warte’ geprüft. Die Lehrstück-haftigkeit kann moralisch, ethisch oder einfach als Folge von Ursachen und Wirkung erfasst werden. Ja, es gibt Gut und Böse, aber unser Denken macht es dazu (Hamlet). Shakespeare, Vater der a-bendländischen Dramaturgie, ist spannend, zeitlos im sinnlichen Erfassen seiner Figuren. Hollywood kupfert noch heute von Shakespeare-Plots ab. Auch Nebenfiguren, Bösewichte oder Narren haben Charisma, Kraft und machen spielwütig.
Seine Themen bewegen Menschen in unterschiedlichen Lebensabschnitten weltweit immer wieder aufs Neue: Liebe, Hass, Gier, Macht, Status, Politik, Religion, Tod. Kaum zu glauben, dass die Menschenrechte gerade erst ihren 60zigsten Geburtstag feiern.
Die direkte Hinwendung zum Publikum, Interaktion mit den Zuschauern und freie Improvisation mit Musik vereinen früher wie heute die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Generationen und Schichten, Geschlechter und Konfessionen.

DAS ENSEMBLE

Erfahrungen in Gruppen gehören zu den verwirrendsten, intensivsten und lohnendsten Interaktionen, die es für Menschen gibt. Das Theater fordert eine Vereinigung von psychologischen Gegensätzen: Egoismus und Gruppendynamik. Sich die Aufmerksamkeit des Pub-likums nehmen oder den Fokus auf die Kollegen lenken. Seinen ei-genen Platz in der Gruppe finden und behaupten, ohne seine Verletzlichkeit aufzugeben. Gefühle von "hinter der Bühne" nicht "auf die Bühne" zu tragen und so einen Konflikt von jetzt auf gleich einfach mal loszulassen, denn in einem sind sich alle einig:
DER LAPPEN MUSS HOCH! The Show Must Go On.

Ganz wesentlich im pädagogischen Kontext ist das Eingebunden-sein der Kinder in eine kontinuierlich bestehende verlässliche sozia-le Struktur mit festem Regelwerk. Die Kinder erleben über Jahre, wie wichtig Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Verantwortlichkeit, Respekt, Rücksichtnahme und Solidarität für das Gelingen der Arbeit sind, wie entscheidend für den eigenen Erfolg und den des En-sembles. Sie erfahren, dass Zweifel und Rückschläge nicht zwangsläufig zu Misserfolg führen, sondern im kreativen Prozess ein wichtiger Ratgeber sind.

Die intensive, kindgerechte Auseinandersetzung mit Literaturerbe ist ein hervorragender Gegenentwurf zu dem gängigen Medienprogramm. Früh erleben sie, dass sie keine Angst haben müssen, Literatur oder Theater nicht zu verstehen. Dass die eigene Sicht, das eigene Verständnis und Empfinden wichtig ist. Mit Mehrfachbesetzung wird einerseits für eventuellen Ausfall eines Kindes bei Vorstellungen vorgesorgt, andererseits begreifen die Kinder Rollen von Anfang an nicht als "deins und meins", "Haupt und Nebenrolle", sondern als Rohmaterial, Teile eines Gesamtbildes, das durch Dar-stellungskunst und Charakter des Spielers geformt wird und das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist.

 

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